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Kleiner Kiel-Kanal im Endspurt

Meldung vom 12. August 2019

Investitionen von über 100 Millionen Euro fließen dabei ins Umfeld

Die Baustelle Kleiner Kiel-Kanal geht in den Endspurt. Die Bewehrungs- und Betonierarbeiten schreiten sichtbar voran. Gegenwärtig wird der letzte Bauabschnitt vor dem Ahlmannhaus hergestellt. Die Stahlbetonarbeiten für das Nordbecken werden Ende dieses Monats abgeschlossen sein. Im Bereich um das bereits fertiggestellte Südbecken und vor dem Primark-Gebäude arbeitet die beauftragte Tiefbaufirma an der Herstellung der Fahrbahnen und der Pflasterflächen.

„Der Kleine Kiel-Kanal liegt im Zeitplan und soll wie geplant Ende des Jahres fertig werden. Die von Land und Bund mit Städtebauförderung unterstützte Investition der Stadt hat wie erhofft riesige Investitionen im Umfeld ausgelöst. In die Bebauung im direkten Umfeld fließen über 100 Millionen Euro private Investitionen“, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Die Innenstadt erfindet sich Stück für Stück neu. Kiels Neue Mitte wird schon bald einladen zum Flanieren und zum Verweilen. Unsere gemeinsamen Anstrengungen und Auseinandersetzungen, das Aushalten von Rückschlägen und das Festhalten an der Vision, eine Wasserverbindung in der Innenstadt herzustellen, wird sich lohnen, das zeichnet sich schon vor der Fertigstellung ab.“


Bau kommt gut voran – wichtige Meilensteine gesetzt

In der kommenden Woche wird auf der Baustelle wieder ein weiterer Meilenstein erreicht sein: Die Straßenabschnitte am Südbecken an der Holstenbrücke und Andreas-Gayk-Straße werden innerhalb von zwei Tagen asphaltiert sein. Ebenfalls in der kommenden Woche werden die beiden Fußgängerbrücken aus Stahl, die künftig die Querung des Nordbeckens ermöglichen, auf die Baustelle geliefert.

Inzwischen sind die für den Prozess wesentlichen Vergaben getätigt. Bekanntlich hatten sich bei der Vergabe der Wassertechnik Schwierigkeiten ergeben. Den Auftrag hat das Tiefbauamt vor wenigen Tagen an eine Fachfirma aus der Region Kiel erteilt. Es stehen jetzt noch zwei unkritische kleinere Vergaben aus. Es wird erwartet, dass diese letzten noch ausstehenden Aufträge im Laufe des nächsten Monats erteilt werden. Damit kann weiterhin davon ausgegangen werden, dass der Kleine Kiel Kanal-Ende dieses Jahres fertig wird. Der Anfang dieses Jahres auf 18,7 Millionen Euro angepasste Kostenrahmen hat weiterhin Bestand.


Kleiner Kiel-Kanal hat riesige Investitionen im Umfeld ausgelöst

Allein in den drei Komplexen Ahlmannhaus, Geschäftshaus am Berliner Platz und Projekt Am alten Bootshafen wurden zusammen mit der Städtebauförderung von Land und Bund über 100 Millionen Euro investiert. Bezogen auf den städtischen Eigenanteil von etwa 6 Millionen Euro (vorbehaltlich der Zustimmung des Fördergebers zu den Mehrkosten) kommen auf jeden städtischen Euro schon jetzt mehr als 15 Euro an privaten Folgeinvestitionen. In der Umgebung entstehen so in den nächsten Jahren über 110 Wohnungen, 90 Apartments, zahlreiche Geschäfte, Gastronomie und zwei Hotels. Dazu gehören:

Quartier Am alten Bootshafen:
Ecke Andreas-Gayk-Straße - Bootshafen und Hafenstraße: Wohn- und Geschäftshäuser, circa 114 Wohneinheiten
Hotel Bootshafen: Ibis-Style-Hotel, circa 150 Zimmer
Innenhof: Aparthotel Adagio Access: circa 90 Apartments
Investition: Über 70 Millionen Euro
Stand: in Realisierung

Primark
Neubau Geschäftshaus
Investition: Circa 22 Millionen Euro
Stand: in Realisierung


Ahlmannhaus
Umbau Fassaden und Umbau Erdgeschoss zu etwa fünf Einheiten für Gastronomie und Einzelhandel
Investition: Circa 5 Millionen Euro
Stand: in Realisierung

New Yorker (Holstenstraße)
Umbau Einzelhandel

Konstruktive Gespräche laufen darüber hinaus mit der Gastronomiekette Hans im Glück sowie vielen weiteren Interessenten.


Akzeptanz des Kleinen Kiel-Kanals wächst


Mit den nun hervortretenden Konturen des Kleinen Kiel-Kanals wird jeden Tag deutlicher, wie die Innenstadt sich hier neu erfindet. Die Zahl der Kielerinnen und Kieler, die sich auf dieses neue Innenstadtzentrum freuen, nimmt stetig zu. Dies zeigen nicht nur die vielen Baustellenführungen, die Tiefbauamt und Stadtplanungsamt regelmäßig anbieten, sondern auch zum Beispiel die NIT-Studie 2018 zur Tourismusakzeptanz in Kiel, in der festgestellt wird, dass bereits in 2018 über 50 Prozent der Befragten den Kleinen Kiel-Kanal begrüßte, nur noch 30 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Weitere Informationen zum Kleinen Kiel-Kanal finden Sie hier.

Pressemeldung 661/9. August 2019/kg

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